Erste Projektbeiratssitzung des InnoVET-Projekts ProNet Handwerk

Am 29. April 2021 fand die erste Projektbeiratssitzung des InnoVET-Projekts ProNet Handwerk mit insgesamt neun Teilnehmenden aus dem Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e. V. (ZDB), dem Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH), dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH), dem Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) und der Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk e. V. (ZWH) statt.

Nach einer kurzen Einführung ins Projekt durch die Projektleiterin Anke Hallwaß berichteten die Verantwortlichen der Arbeitspakete Fortbildungen Bachelor und Master Professional, Weiterbildungen für das Bildungspersonal, E-Campus und Prüfungssoftware jeweils über den aktuellen Stand. Es entstand ein reger Austausch über die Zwischenergebnisse und die Berücksichtigung relevanter Aspekte für die weitere Bearbeitung der Inhalte.

Die Beiratsmitglieder begleiten das Projektteam bildungspolitisch und verbreiten Zwischen- und Endergebnisse in ihren relevanten Gremien sowie im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit.

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für den intensiven Austausch und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.

Bildungsministerin Karliczek informiert sich über ProNet Handwerk

Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, informierte sich persönlich über die Arbeiten im Projekt und die Innovationen, die in seinem Rahmen für das Handwerk entwickelt werden.

Mit der Projektleiterin Anke Hallwaß und dem stellvertretenden Projektleiter Jens Friedrich sprachen Karliczek und Moderatorin Carina Jantsch am 26. April 2021 über die zukünftigen Herausforderungen des Handwerks, den gewerkeübergreifenden Fortbildungsansatz im Themenfeld „Smart Living and Working“, die Mehrwerte des E-Campus und die Zukunftsperspektive digital gestützter Prüfungen.

Da die Anforderungen an Produkte und Dienstleistungen im Bau- und Ausbaubereich zunehmend komplexer werden, erhält die gewerkeübergreifende Zusammenarbeit einen immer höheren Stellenwert. Um diese zu ermöglichen und somit für zukünftige Aufgaben gerüstet zu sein, muss sich das Handwerk neu aufstellen. Dafür braucht es Personen aus dem Handwerk, die sich den Herausforderungen stellen und die Schnittstellen zwischen den Gewerken aktiv betreuen.

Mit dem E-Campus wird eine neue Lern-, Wissens- und Arbeitsplattform speziell für das Handwerk geschaffen, das die Lehrenden und Lernenden im gesamten Arbeitsleben unterstützt. Im Fokus des E-Campus stehen Vermittlung und Austausch von Wissen und Kompetenzen sowie die Zusammenarbeit in Projekten.

Im E-Campus wird eine Prüfungssoftware für digital gestützte Modul- und Abschlussprüfungen integriert. Damit sollen die papiergebundene Prüfung ersetzt und die Prüfungsinhalte einheitlicher gestaltet werden. Außerdem ermöglicht die Prüfungssoftware eine bessere Lesbarkeit der Ausarbeitung der zu prüfenden Person sowie eine effizientere und weniger fehleranfällige Nachbearbeitung.

Das vollständige Video „Karliczek trifft…die InnoVET-Projekte, Teil 2“, in dem drei InnoVET-Projekte vorgestellt werden, finden Sie hier.

Workshop „Anforderungen an eine Prüfungssoftware“ des InnoVET-Projekts ProNet Handwerk

Die Einladung an die Prüfungsabteilungen der Handwerkskammern zum Projekt-Workshop „Anforderungen an eine Prüfungssoftware“ am 25. März 2021 stieß auf großes Interesse.

Gemeinsam mit den insgesamt 54 Teilnehmer*innen aus 32 Handwerkskammern hat das Verbundprojektteam die Anforderungen an eine Prüfungssoftware im Workshop zusammengetragen, diskutiert und priorisiert.

Die Entwicklungsarbeit erfolgte in den zwei Arbeitsgruppen „Anforderungen an die Prüfungssoftware aus Sicht des Aufgabenerstellers und des Prüfungsausschusses“ und „Anforderungen an die Prüfungssoftware aus Sicht der zu prüfenden Personen und der Prüfungsabteilungen“.

Beide Arbeitsgruppen sehen die wichtigste Anforderung in der einfachen Bedienbarkeit der Prüfungssoftware. Mit Abstand wurde diese Anforderung durch die Teilnehmer*innen am höchsten priorisiert. Oftmals stehen der Vision eines vollständig digitalisierten Prüfungsverfahrens die Unsicherheit und fehlendes technisches Know-how des Bildungspersonals im Weg. Die einfache Bedienbarkeit kann Hemmschwellen und Berührungsängste mit der Software reduzieren.

Die Arbeitsgruppe „Anforderungen an die Prüfungssoftware aus Sicht des Aufgabenerstellers und des Prüfungsausschusses“ hält des Weiteren eine breite Palette von Aufgabentypen für sehr wichtig. Dazu gehören beispielsweise Multiple-Choice-Aufgaben, Freitextaufgaben, Zuordnungsaufgaben etc. Auch die darin oftmals enthaltenen Tabellen, Grafiken und Bilder stellen eine Anforderung an das Prüfungstool dar. Befürwortet wird von den Teilnehmer*innen des Workshops zudem eine Funktion, die es dem Prüfungsausschuss erleichtert, eine Aufgabenzusammenstellung gemäß der Prüfungsordnung vorzunehmen und gleichzeitig eine unabsichtliche Veränderung dieser verhindert. Mithilfe derartiger digitaler „Blaupausen“ können Standards im Prüfungsverfahren geschaffen werden.

Aus den Ergebnissen der Arbeitsgruppe „Anforderungen an die Prüfungssoftware aus Sicht der zu prüfenden Personen und der Prüfungsabteilungen“ geht hervor, dass insbesondere die Schnittstellenfunktion zu den Vorgangsbearbeitungssystemen (VBS) der Handwerkskammern eine hohe Priorität genießt. Auf diese Weise könne ein einfacher und sicherer Austausch von Daten der Teilnehmer*innen, Noten etc. vom VBS in die Prüfungssoftware und zurück sichergestellt werden. Um einen souveränen Umgang der zu prüfenden Personen mit der Prüfungssoftware zu gewährleisten, sollte es eine Demoprüfung für die Erprobung geben. Außerdem sollten die zu prüfenden Personen die Möglichkeit erhalten, Fragen zurückzustellen und bei „Abgabe“ der Prüfung einen Hinweis erhalten, falls Fragen noch unbeantwortet geblieben sind.

Die Ergebnisse des Workshops werden gemeinsam von der ZWH mit dem Institut für Kommunikations- und Prüfungsforschung gGmbH (IKPF) ausgewertet und fließen in die Weiterentwicklung der Prüfungssoftware mit ein.

Wir danken allen Anwesenden für die konstruktive Zusammenarbeit und freuen uns auf weitere Austausche.