Workshop „Anforderungen an eine Prüfungssoftware“ des InnoVET-Projekts ProNet Handwerk

Die Einladung an die Prüfungsabteilungen der Handwerkskammern zum Projekt-Workshop „Anforderungen an eine Prüfungssoftware“ am 25. März 2021 stieß auf großes Interesse.

Gemeinsam mit den insgesamt 54 Teilnehmer*innen aus 32 Handwerkskammern hat das Verbundprojektteam die Anforderungen an eine Prüfungssoftware im Workshop zusammengetragen, diskutiert und priorisiert.

Die Entwicklungsarbeit erfolgte in den zwei Arbeitsgruppen „Anforderungen an die Prüfungssoftware aus Sicht des Aufgabenerstellers und des Prüfungsausschusses“ und „Anforderungen an die Prüfungssoftware aus Sicht der zu prüfenden Personen und der Prüfungsabteilungen“.

Beide Arbeitsgruppen sehen die wichtigste Anforderung in der einfachen Bedienbarkeit der Prüfungssoftware. Mit Abstand wurde diese Anforderung durch die Teilnehmer*innen am höchsten priorisiert. Oftmals stehen der Vision eines vollständig digitalisierten Prüfungsverfahrens die Unsicherheit und fehlendes technisches Know-how des Bildungspersonals im Weg. Die einfache Bedienbarkeit kann Hemmschwellen und Berührungsängste mit der Software reduzieren.

Die Arbeitsgruppe „Anforderungen an die Prüfungssoftware aus Sicht des Aufgabenerstellers und des Prüfungsausschusses“ hält des Weiteren eine breite Palette von Aufgabentypen für sehr wichtig. Dazu gehören beispielsweise Multiple-Choice-Aufgaben, Freitextaufgaben, Zuordnungsaufgaben etc. Auch die darin oftmals enthaltenen Tabellen, Grafiken und Bilder stellen eine Anforderung an das Prüfungstool dar. Befürwortet wird von den Teilnehmer*innen des Workshops zudem eine Funktion, die es dem Prüfungsausschuss erleichtert, eine Aufgabenzusammenstellung gemäß der Prüfungsordnung vorzunehmen und gleichzeitig eine unabsichtliche Veränderung dieser verhindert. Mithilfe derartiger digitaler „Blaupausen“ können Standards im Prüfungsverfahren geschaffen werden.

Aus den Ergebnissen der Arbeitsgruppe „Anforderungen an die Prüfungssoftware aus Sicht der zu prüfenden Personen und der Prüfungsabteilungen“ geht hervor, dass insbesondere die Schnittstellenfunktion zu den Vorgangsbearbeitungssystemen (VBS) der Handwerkskammern eine hohe Priorität genießt. Auf diese Weise könne ein einfacher und sicherer Austausch von Daten der Teilnehmer*innen, Noten etc. vom VBS in die Prüfungssoftware und zurück sichergestellt werden. Um einen souveränen Umgang der zu prüfenden Personen mit der Prüfungssoftware zu gewährleisten, sollte es eine Demoprüfung für die Erprobung geben. Außerdem sollten die zu prüfenden Personen die Möglichkeit erhalten, Fragen zurückzustellen und bei „Abgabe“ der Prüfung einen Hinweis erhalten, falls Fragen noch unbeantwortet geblieben sind.

Die Ergebnisse des Workshops werden gemeinsam von der ZWH mit dem Institut für Kommunikations- und Prüfungsforschung gGmbH (IKPF) ausgewertet und fließen in die Weiterentwicklung der Prüfungssoftware mit ein.

Wir danken allen Anwesenden für die konstruktive Zusammenarbeit und freuen uns auf weitere Austausche.